Eine eigene Cloud mit Seafile auf dem Raspberry Pi* zu betreiben ist eine tolle kostengünstige Möglichkeit seine Daten mit voller Kontrolle zu speichern, verwalten und zu teilen. Die Freude kann schnell getrübt werden, wenn die Speicherkapazität der SD-Karte* erreicht ist. Es liegt nahe eine externe Festplatte* zu verwenden. Ich empfehle ein Festplatte mit eigener Stromversorgung.

Ein paar wenige Zeilen Code reichen und schon hat man seine Speicherkapazität enorm erhöht.

Zuerst schließen wir die Festplatte an den Pi an und identifizieren diese im Terminal mit:

sudo blkid -o list -w /dev/null

Ihr solltet folgende Ausgabe erhalten (oder ähnlich):

device                     fs_type     label        mount point         UUID
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
/dev/mmcblk0p1             vfat        boot         /boot               5203-DB74
/dev/mmcblk0p2             ext4        rootfs       /                   2ab3f8e1-7dc6-43f5-b0db-dd5759d51d4e
/dev/mmcblk0                                        (in use)                       
/dev/sda1                  ext4                     /mnt/cloud          a219dccf-fe75-4423-8b85-ea913fe039a5

Uns interessiert /dev/sda1 (mmcblk* ist die Speicherkarte). Wir formatieren die Festplatte nun (ACHTUNG: dabei gehen sämtliche Daten verloren!) und erstellen direkt das richtige Dateiformat:

sudo mkfs.ext4 /dev/sda

Anschließend erstellen wir einen Mountpoint (Pfad zur Festplatte). Im obigen Beispiel sieht man, dass ich dies bereits unter /mnt/cloud gemounted habe.

sudo mkdir /mnt/cloud #den Mountpoint könnt ihr frei wählen

Nun weisen wir den Pi an die Festplatte beim Neustart automatisch zu verbinden. Dazu öffnen wir die fstab und fügen die Zeile am Ende ein.

sudo nano /etc/fstab
/dev/sda1 /mnt/cloud ext4 rw 0 0

Die Festplatte kann nun bereits korrekt verbunden werden mit:

sudo mount -a

Jetzt erstellen wir auf der Festplatte noch einen Ordner und vergeben Schreibrechte für seafile:

sudo mkdir /mnt/cloud/seafile
sudo chown -R seafile:seafile /mnt/cloud/seafile

Zu guter Letzt stoppen wir Seafile, wechseln zum Benutzer seafile, verschieben die Daten und erstellen einen symbolischen Link. Im Anschluss Seafile starten.

sudo systemctl stop seafile seahub
sudo su seafile
cd
mv seafile-data/ /mnt/cloud/seafile
ln -s /media/usb-platte/seafile/seafile-data/ /home/seafile/seafile-data
exit
sudo systemctl start seafile seahub

Ab sofort befinden sich alle Dateien auf der externen Festplatte*.

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